Herren 35+ 2. Liga - Murten 1

Saison 2019

Gelenk, denk!

 

Die Durchmesser der Nerven des Captains der Gastgebermannschaft mussten an diesem Morgen den 15.06.19 mindestens so dick gewesen sein wie die Kabel aus dem nahegelegenen Kabelwerk Nexans. In den frühen Morgenstunden regnete es noch auf die Plätze des Tennisclubs Cortaillod. Es war eine Verschiebung unseres 2. Aufstiegspiels zu befürchten. Der Tennisclub des traditionsreichen Unternehmen Naxens hatte uns an diesem Tag auf ihre Plätze geladen. Nahe am Neuenburgersee gelegen zwischen Park und den alten Gemäuern des Kabelwerks konnten die 3 Plätze aber um 10:00 bespielt werden. Wie vom Wetter-App simuliert haben sich die Wolken frühzeitig verzogen und die Beläge konnten die angefallenen Wassermengen ohne Weiteres absobieren.

 

Los gings also mit den ersten drei Partien auf den Positionen 2, 4 und 5. Fixu kam trotz fragilem Knie mit an den ereignisversprechenden Tag, sah sich in der 2. Mannschaftsposition dem fröhlichen Sam Banatte gegenüber und siegte souverän. Dion hatte trotz langen Ballwechseln mit Jean-Bastien Haag keine grösseren Schwierigkeiten und vermochte auf der 4. Position den Punkt zu sichern. Auch Ronny lief es gut auf der Position 5 gegen Laurent Delahaye. Nach schnellem ersten Satz gelang ihm sogar mit dem Tiebreak den Kunstgriff, für seine Zuschauer noch eine Extraportion Spannung aufzubauen, bevor er das Spiel gewinnend abgeschloss.

 

Den Fanclub vom TC Murten vertretend hatte sich Anette in der Nordkurve beim Clubhaus niedergelassen und konnte zusammen mit dem Rest der Mannschaft die Partien von Chrigu, Seppu und Flöppu verfolgen. Hinzu gesellte sich auch Cheftrainer Dävu zu den gebannten Zuschauern, welcher eigens und etwas später mit dem Fahrrad eingetroffen war. Bekanntlich spielte dieser in der Mannschaft als Punktegarant auf der Position 1. Das Tennisspiel ist ihm aber in diesem Jahr verwehrt, da er sich kürzlich einer Knie-OP unterziehen musste. Auch eine OP hinter sich, aber dies am Hüftgelenk und bereits etwas länger her, hatte Chrigu, welcher heuer die Spiele durchwegs auf der Position 6 bestritt und nun gegen Yann Benoit antreten musste. Nachdem er im ersten Satz begann, laut sein Missfallen gegenüber seiner Spielleistung kundzutun, begaben sich die Routiniers Dävu und Fixu kurzerhand an den Spielplatzrand und unterstützten ihn durch ermutigende Worte. Auf der Position 2 fand sich Seppu dem charismatischen Philippe Bourgeois gegenüber. Ebenso lautstark, jedoch mit französischen Kraftausdrücken begleitet, kommentierte dieser seine eigenen Fehler, nachdem seine explosiv beschleunigten Bälle gelegentlich die andere Platzhälfte um Längen verfehlten. In stoischer Ruhe behielt Seppu die nötige Gelassenheit und vermochte schlussendlich den Spielverlauf souverän zu seinen Gunsten zu lenken.

 

Mittlerweile hatte auch Flöppu auf dem Platz 1 in das Spiel gegen Ueli gefunden. Die Zuschauer wurden Zeugen von einem eindrücklichen Spiel, in dem die Gegner (ein)druckvoll die Bälle über die Netzkante schoben.

 

Der Tagesmoment hatte jedoch Chrigu eingeleitet, welcher in der Zwischenzeit seine Form wiedergefunden hatte und den dritten Satz ohne Weiteres mit einem Passierball abschliessen konnte. Die Berechnung des Zwischenstandes von 5:0 für Murten belegte die Tatsache, dass der Aufstieg soeben Realität geworden ist. Ein toller Moment, welcher die Mannschaft kurzerhand dazu bewegte, den Tennisplatz zu stürmen, dabei das Spielfeld von Ueli/Flöppu zu queren und johlend mit Chrigu das Ereignis abzufeiern.

 

Nach erneuter Beruhigung der Situation verfolgten beide Mannschaften den weiteren Spielverlauf des Duells Ueli/Flöppu, welches sich nun in den dritten Satz erstreckte. Der Spannungsbogen in diesem Spiel blieb bis zum Schluss erhalten. Es war dann eben Ueli, welcher als Sieger des Tiebreak im dritten Satz vom Platz gehen konnte.

 

Die elektrisierende Spannung wieder erden konnten am Schluss die Heimspieler und Hobbyköche Philippe, Camilllo und Ueli zusammen mit ihrem Team. Sie verköstigten uns mit einem vorzüglichen filet mignon, schmackhaften Salaten und an Rosmarin gebratenen Kartoffeln. Das Gelage wurde zudem bereichert von einer "ambiance chaleureuse," welche die noch etwas aufgeräumte Stimmung der Deutschschweizer aufzuheitern vermochte. Die Aufsteiger ihrerseits erinnerten sich an die abwesenden Teamkollegen Reto, Hans-Peter und Fixu, welche durch ihren Beitrag wesentlich zum diesjährigen Aufstieg beigetragen haben. Ihnen wurde jeweils per Facetime mit lautstarkem Chorgesang ihre erbrachte Leistung verdankt.

 

Am späteren Nachmittag verabschiedete sich das glückliche Team Murten von ihrem Gastgeber mit einer spontan choreographierten und gesungenen EInlage zu "sounds of silence".


Scharfe Kurven in der Auffahrt

 

(brund) Aus vollem Tempo ging es nach dem letzten Gruppenspiel gegen Eichholz in den Aufstieg gegen Kerzers. Noch glücklich über die Umstände, dass Kerzers als Gegner an uns gefallen und dass für beide der Samstag bespielbar war, konnten wir viel Schwung in den weiteren Streckenabschnitt mitnehmen. 

 

Die Motoren von Seppu, Dion und Ronny gerieten am Morgen um neun Uhr jedoch unverhofft ins stottern und der Gegner konnte in den zweiten Sätzen davonziehen.

 

Anders bei Flöppu, Fixu und Chrigu. Sie haben ihre Energie auf die Strasse bringen können und die Einzel-Punkte ihrer Begegnungen heimgefahren. Dani Schweizer hatte regelrecht zu beissen in der diesjährigen, legendären Begegnung gegen Flöppu und bleib nach 2 Sätzen chancenlos. Fixu hat Hurni eindrücklich gezeigt wie Topspins zu spielen sind und gewann souverän die Partie auf der Nummer 3. Es ist bekannt, dass Chrigu manchmal Schwarz-Weiss mahlen kann, aber dass er das auch in Resultate (0:6, 6:0, 6:0) umsetzt, glaubte bis gestern keiner.

 

Mit dem Zwischenstand von 3:3 nach den Einzeln war das Team als Ganzes gefragt. Dass es gerade geigt in der Mannschaft zeigte das Stelldichein am Pingpong-Tisch hinter dem Clubhaus, an dem kurzum die Doppelstrategie nach Flöppu's Entwurf abgesegnet wurde. Mit von der Partie und als Ersatz für Ronny war Hans-Peter Baumgartner anwesend, welcher mit Flöppu zusammen als Doppel 3 das Kerzer'sche Gegenüber erfolgreich bearbeitete. Hans-Peter hatte in seinen wortreichen Ausführungen in den Seitenwechseln ganz vergessen, dass er während dem Doppel-Spielverlauf umgehend zum Schlüsselspieler avancierte und wir ihm womöglich noch den Sieg zu verdanken haben. Hans-Peter, wir danken dir ausdrücklich für deinen wertvollen Einsatz! Du hast Montags ab 20:00 stets ein Freibier z'guet bei uns am runden Tisch.

 

Im Doppel 1 bei Seppu und Dion wollte der Motor in dieser Runde weiterhin einfach nicht richtig zünden und sie verloren in 2 Sätzen geben die Paarung Krähenbühl/Schweizer. Es lag wohl an der Tagesform, sonst wäre da auch ein anderes Resultat möglich gewesen. Stabilität an der Ideallinie im aufregenden Rennen gegen Kerzers haben wiederum Fixu und Chrigu gezeigt. Sie rangen Kerzers den zweiten Punkt der Doppelbegegnungen ab. 

 

Mit ihrem Sieg der Doppel 1 und 3 konnte wir den Schwung etwas besser aus der Kurve nehmen als Kerzers und gewannen schlussendlich mit 5:4.

 

Als nächster Gegner im 2. Aufstiegsspiel konnte bereits Nexans Cortaillod 2 ausgemacht werden. Ein nicht zu unterschätzender Gegner.

 

Übrigens: Konolfingen hat Eichholz-Wabern mit 8:1 geschlagen. Anders als gegen uns wollte Eichholz ihren Thomi Hofer (R9 und ehemaliger N-Spieler) nicht mehr einsetzen.

 

Danke Chrigu für deinen Lead in der stets gelungenen Verpflegung und allen anderen für das Mitbringen der Beilage und Desserts.


Saison 2018

 

1. Rang, Niederlage in der 1. Aufstiegsrunde [4:5]

 

Wir konnten es im Frühjahr kaum erwarten die frischen Plätze zu bespielen. Nach harten Trainingseinheiten starteten wir voller Elan und Enthusiasmus mit einem 10-Mann-Starken Team in die neue Interclubsaison 2018. Die ausgezeichneten Wetterbedingungen, insbesondere im Vergleich gegenüber den vorangegangen Jahren, liessen viele Trainingseinheiten zu. Weiter wurde das Team durch unseren Schwedenimport (Marcus Akerblom/Headhunter Dävu) verstärkt, was angesichts des Ausfalls von Christoph Murri sinnvoll war.

 

1. Runde:

Im Lokalderby - erste Begegnung auswärts gegen Kerzers - war es ein harziger Start. Erster Einsatz, kurzes Händchen, Nervosität usw.. Trotzdem konnten wir uns relativ locker durchsetzen und im Laufe der Spiele wirkte jeder ein bisschen entkrampfter. Die Partie konnten wir 1:8 für uns verbuchen. Das Resultat täuscht, die Spiele waren teilweise knapp. 

 

2. Runde:

Die zweite auswärtige Begegnung gegen den TC Schützenmatt (Solothurn) mussten wir in der Halle spielen. Auch wenn das Resultat knapper ausfiel als bei der ersten Begegnung, so hatte ich immer das Gefühl, dass wir das nach Hause fahren. Trotzdem ist noch kurzfristig personelle Verstärkung für die Doppelbegegnungen sehr wertvoll gewesen. Da wir nur zwei Plätze zur Verfügung hatten, waren wir eine halbe Ewigkeit auf den Plätzen. Resultat: 3:6 für Murten.

 

3. Runde:

Die Ragusa-Abteilung aus Courtelary fegten wir bei herrlichem Wetter mit 9:0 vom Platz. 

 

Aufstiegsspiel gegen die Belchener:

Aus den Resultaten der Einzelspiele zeichnete sich unter dem Strich eine gute Ausgangslage für die Belchener ab. Schlüsselspiele gingen knapp verloren. Trotzdem konnten wir mit den Doppel fast noch den Sieg holen. Erst das letzte Doppel war schlussendlich ausschlaggebend, dass wir die spannende Partie - mit höhen und tiefen - abgeben mussten und somit zumindest der Ligaerhalt gesichert war. N.B. Neben den sportlichen Highlights war die Trinkfestigkeit eines Belchener-Spielers vor- und nach der Begegnung bemerkenswert. Neben gefühlten 30 Zigaretten hat er uns praktisch im Alleingang die Bierreserven weggetrunken.

 

Es gilt auch weiterhin das Motto:

 

Wir sind Tennis

Wir sind ein Team

Wir sind Kämpfer

 

Teammutationen:

 

Andreas Spring scheidet aus persönlichen Gründen als IC-Spieler aus der Mannschaft aus, was ich sehr bedauere. 

 

Ich, „THK“, habe nach Abschluss der IC-Saison 2018 offiziell meinen Rücktritt in meiner Funktion als Käpten gegeben. Als Nachfolger steht ab sofort Dion Brunner mit Stellvertretung durch Christoph Murri in den Startlöchern. Ich wünsche den beiden ein glückliches Händchen - ab und zu auch mal aus Eisen.

 

Ich möchte mich für das entgegengebrachte Vertrauen und den Einsatz des ganzen Teams ganz herzlich bedanken. Sei die Macht mit uns!

 

Reto Witschi „THK™“